Sansho-Pfeffer

Sansho-Pfeffer

Ein prickelnder, zitrusartiger japanischer Pfeffer mit einer betäubenden, elektrischen Qualität. Sansho bringt eine deutlich japanische Gewürznote, die hell und belebend statt scharf ist.

Duftpyramide

KopfnoteHelle, zitrusartige, prickelnde Gewürze
HerznoteSaubere, betäubende, elektrische Wärme
BasisnoteSubtile, trockene, holzige Gewürzspur

Olfaktorischer Charakter

Hellig, zitrusartig und elektrisch prickelnd. Sansho-Pfeffer ist nicht scharf wie schwarzer Pfeffer. Stattdessen erzeugt er ein betäubendes, sprudelndes Gefühl. Der Duft ist mehr zitrusartig als gewürzt, mit einer sauberen, fast mineralischen Qualität.

Ursprung & Ernte

Aus den Beeren von Zanthoxylum piperitum, heimisch in Japan und Korea. Verwandt mit Sichuan-Pfeffer, jedoch mit einem saubereren, zitrusartigeren Profil. Das ätherische Öl wird durch Dampfdestillation oder CO2-Extraktion der getrockneten Beeren gewonnen.

Schlüssel-Moleküle

Hydroxy-alpha-sanshool erzeugt das charakteristische betäubende Gefühl. Citronellal sorgt für die zitrusartige Qualität. Geraniol fügt eine rosige Frische hinzu. Limonen trägt zur Helligkeit bei.

Sicherheit & Regulierung

Gut verträglich in feinen Düften. Das prickelnde Gefühl ist eine physische und keine allergene Reaktion. IFRA-konform bei Standardverwendungsniveaus. Keine signifikanten Sensibilisierungsbedenken.

In der Parfümerie

Eine aufkommende Note in der Nischenparfümerie, die japanischen Charakter in würzige Kompositionen bringt. Zu finden in Hermes Un Jardin sur le Nil. Passt zu Yuzu, Ingwer und holzigen Noten. In KIDA KYO verleiht Sansho-Pfeffer elektrische, japanische Vitalität.

Geschichte

Sansho wird seit Jahrhunderten in der japanischen Küche als Gewürz für gegrillten Aal (unagi) verwendet. In der Parfümerie repräsentiert es den wachsenden Einfluss japanischer Zutaten und Sensibilitäten auf die zeitgenössische Duftkreation.