Salbei

Salbei

Ein trockenes, aromatisches Kraut mit einer kampferartigen Wärme. Salbei bringt eine saubere, reinigende Qualität in Kompositionen und suggeriert mediterrane Hügel und getrocknete Kräuterbündel.

Duftpyramide

KopfnoteScharf, kampferartig, krautig
HerznoteTrockene, aromatische grüne Wärme
BasisnoteSauberer, leicht rauchiger Kräuterpfad

Olfaktorischer Charakter

Trocken, kampferartig und klar krautig. Salbei ist durchsetzungsfähig und leicht medizinisch. Er hat eine reinigende Qualität, die an getrocknete Kräuter und sonnengewärmte Hügel erinnert.

Ursprung & Ernte

Dampfdestilliert aus den Blättern von Salvia officinalis (Echter Salbei) oder Salvia sclarea (Muskatellersalbei). Echter Salbei produziert ein schärferes, kampferartigeres Öl. Muskatellersalbei ist weicher und moschusartiger. Wird im gesamten Mittelmeerraum und in Mitteleuropa kultiviert.

Schlüssel-Moleküle

Thujon sorgt für die charakteristische kampferartige Schärfe im Echten Salbei. Sclareol im Muskatellersalbei bietet eine moschusartige, bernsteinähnliche Wärme. Cineol fügt eine saubere, eucalyptusartige Frische hinzu.

Sicherheit & Regulierung

Echter Salbeiöl enthält Thujon, das in hohen Dosen neurotoxisch ist. Die Verwendung in feinen Düften liegt gut innerhalb sicherer Grenzen. Muskatellersalbei wird allgemein als sicherer angesehen. Beide sind bei Standardkonzentrationen IFRA-konform.

In der Parfümerie

Muskatellersalbei ist in feinen Düften aufgrund seines weicheren Profils häufiger anzutreffen. Zu finden in Eau Sauvage Parfum von Dior. Echter Salbei erscheint in aromatischen Fougere-Kompositionen. In KIDA KYO verleiht Salbei trockene, kräuterliche Klarheit.

Geschichte

Salbei wurde seit dem antiken Rom medizinisch und zeremoniell verwendet. Der Name stammt vom lateinischen 'salvare' (retten). Das Räuchern von weißem Salbei ist eine Tradition der Ureinwohner Amerikas. In der Parfümerie haben sowohl Echter als auch Muskatellersalbei unterschiedliche Rollen.